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Kaiser Wilhelm Denkmal Im Dreikaiserjahr 1888 beschloß der Dachverband der aktiven Studentencorps an Universitäten "Kösener-S e n i o r e n - C o n v e n t s - Verband (KSCV)", als er zu Beiträgen für ein Kaiserdenkmal in Metz aufgefordert wurde, dieseseigene Monument.
Es gilt dem ersten Kaiser des neuen Deutschen Reiches,
Wilhelm I. (*1797-1888†) König von Preußen seit 1861, deutscher Kaiser seit 1871 und wurde an Pfingsten 1890 enthüllt.
Obelisken kennt man schon seit 4.500 Jahren vom Sonnenkult in Ägypten. Ab der Renaissancezeit waren diese Steinnadeln eine selbständige Denkmalsform und Zierelemente. – Unser Kösener Denkmal gehört zu den erstenf ür den Sieger von Sedan, dem man meist erst ab seinem 100. Geburtstag1 897 Denkmäler errichtete.
Das 1887 enthüllte Kaiser-Wilhelm-National-Denkmal
in Berlin von Reinhold Begas machte wohl den Anfang. Monumentale Werke wie Kyffhäuser, Deutsches Eck und Hohensyburg folgten unserem Obelisken.
Über dem viergiebligen "Tempel" auf dem Umgang ragt der Obelisk insgesamt 12,50 Meter auf.
Zur Auffahrt nach Osten weist das Bronzemedaillon mit dem
Reliefkopf des Kaisers, darunter die Widmung:

"Dem Andenken / Sr. Majestät
/ des hochseligen Kaisers / Wilhelm I./ in Treue und Verehrung. / Die deutschen Corpsstudenten".

Alle Künstler kamen aus Dresden:
Bildhauer Ernst Paul, beraten von
Architekt Petzel; Steinmetzmeister R. Kettner; Bronzeguß der Firma Pirner und Franz. – Kösener Handwerker führten es aus; die Maurer Werner und Transchel; Zimmermeister Töpfer konstruierte das Baugerüst dazu.
Der Enkel des Geehrten, Kaiser Wilhelm II. Borussiae Bonn, sagte dieE inladung zur Enthüllung, mit der damaligen Nationalhymne "Heil Dir im Siegerkranz", dankend ab.
Bereits 1901 wollte der Corpsverband wegen des Verfalles das Denkmal neu
errichten lassen. Da jedoch die Corps nach ihrer Satzung nur zum Erhalt, aber nicht zu Neubauten befugt waren, unterblieb ein Kontrakt auf Angebotdes berühmten Bildhauers Reinhold Begas.
1954 bittet die Hauptabteilung Bildende Kunst im Ministerium für Kultur der DDR die Denkmalpflege in Halle um Zustimmung zur Abänderung. Der Obelisk soll "sauber abgeschliffen und mit Sprüchen deutscher Patrioten wie Arndt und Körner geschmückt werden“. – Dabei hatte man erst 1951 widersinnigerweise Körners Spruch am nahen Löwendenkmal ausgemeißelt.
Auch dieses Denkmal wurde vom Verband 1990 aus dem Urwald herausgeschlagenund 1996 bis 1998 restauriert.
Portraitrelief und Widmung, die fehlten, wurden neu angefertigt.
 
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