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Das ursprüngliche Denkmal von 1895/96 PDF Drucken E-Mail
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Das ursprüngliche Denkmal von 1895/96
Seite 2

Die erste Leistung des 1888 gegründeten VAC (Verband Alter Corpsstudenten) als Dachverband aller Alten Herren war, einem seiner AH, dem greisen, "eisernen" Altreichskanzler Fürst Otto von Bismarck,
Herzog von Lauenburg Hannoverae Göttingen rec. 1832, seit 1892 deren Ehrenmitglied, zu seinem 80. Geburtstag am 1.4.1895 (der zum Nationalfeiertag wird) ein Denkmal aufzustellen.

Das in Gremien einhellig beschlossene Motiv, den jugendlichen, vor einer seiner 25 Mensuren kampfesfrohen Corpsstudenten Bismarck, und eben nicht – wie sonst überall üblich – das Standbild des verdienten Altkanzlers abzubilden, erhitzte die Öffentlichkeit.

Jung Bismarck-Denkmal
So bemerkt die Presse

"der lässig sitzende junge Bismarck wird schwerlich eine gute Figur machen. …Vielleicht stellt man den Eisernen Kanzler gar noch in Pantoffeln und im Schlafrock mit der langen Pfeife dar, im Begriffe, sein Mittagsschläfchen zu halten. Das wäre sehr realistisch“.



Der noch lebend geehrte Bismarck (er starb am 30.7.1898) billigte diese Idee jedoch am 27.4.1895.

Er soll gesagt haben:
"Solch ein Denkmal hat noch kein Mensch gehabt und wird so leicht keiner mehr bekommen“.

Nach dem dynastischen Gründer des Reiches, Kaiser Wilhelm I., ehrt der KSCV mit seinem Mitglied nun auch die konstitutionelle Gründergestalt (Reichsgründung 1871) des 2. Kaiserreiches.

Bismarck-Denkmäler wurden später Legion. Bis 1914 waren allein in Deutschland 700 geplant und über 500 ausgeführt. Der Künstler war Hauptmann a.D. Norbert Pfretzschner Sueviae Freiburg, Thuringiae Leipzig, Rhaetiae (*1850-1927†) in Berlin.
Als Vorlagen dienten ihm eine Silhouette des Corps Hannovera, die Bismarck selber zur Verfügung stellte, eine Skizze Gustav von Kessels von 1831 als einzige Jugendbilder und eigene Portraits 1895 von Bismarck in Friedrichsruh.
Zu den Kosten von 66.500 Mark, wozu "SM der Kaiser aus seiner Privatschatulle 1.000 Mark zu bewilligen geruhte", spendete u.a. auch König Wilhelm II. von Württemberg Sueviae Tübingen rec. 1866, Bremensiae Göttingen 300 Mark.


 
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